Spitzenleistungen bei Triathlon WM

Julian Erhardt feiert Start-Ziel-Sieg

Julian Erhardt (Triathlon Grassau) heißt der erste Sieger des Triathlon Waldmünchen. Der 28-jährige setzte sich am Ende souverän gegen den Zweitplatzierten Marc Eggeling (Pro Team Mohrenwirt) und Sebastian Neef vom spoosty pro.tri.team durch. Mit einer Gesamtzeit von 1:54:59 hatte Erhardt am Ende fast zwei Minuten Vorsprung auf den nächsten Verfolger.

Bei den Frauen siegte Claudia Mai vom CIS Amberg mit einer Gesamtzeit von 2:26:08.

 

Julian Erhardt ging beim Schwimmstart gemeinsam mit Sebi Neef und Marchelo Kunzelmann ins Wasser; per rolling start folgten nur fünf Sekunden dahinter Marc Eggeling, Michael Ager (Triathlon Grassau) und Alexander Richter (TSG 08 Roth). Julian Erhardt passierte gleich zu Beginn ein kleines Missgeschick: Seine Schwimmbrille verrutschte nur wenige Meter nach dem Start, so dass Marc Eggeling schell zu ihm aufschließen konnte. Die beiden konnten sich schon im ersten Drittel der Schwimmstrecke etwas von den anderen Teilnehmern absetzen, wobei Erhardt die meiste Zeit von vorne schwimmen musste. Mit einer Schwimmzeit von 19:09 min war Eggeling am Ende vier Sekunden schneller als Erhardt. Mit einem Rückstand von etwa 30 Sekunden folgten Sebi Neef, Michael Ager und Marchelo Kunzelmann den beiden in die Wechselzone.

Neef kann die Lücke nicht zufahren

Auf dem 9,7 km langen Rundkurs, den die Athleten insgesamt vier mal zu absolvieren hatten, legte Julian Erhardt schnell einige Meter zwischen sich und seine Verfolger. Mit einem Radsplit von 53:26 war er fast eine Minute schneller als Eggeling. Der wiederum konnte sich allen Angriffen von Sebi Neef erwehren und nahm dem Athleten vom spoosty pro.tri.team seinerseits über eine halbe Minute ab. So betrug der Vorsprung von Eggeling auf Neef nach dem Radfahren schon über eine Minute. Am Hinterrad von Neef hatte sich Michael Ager festgebissen.

Aus für Kunzelmann

Für Marchelo Kunzelmann (spoosty pro.tri.team) war das Rennen schon gelaufen, bevor es richtig angefangen hatte. Schon zur Hälfte der ersten Radrunde erwischte der 21-jährige ein kleines Schlagloch: "Ich hab gleich gemerkt, dass etwas nicht stimmt; bin aber erst noch weitergefahren. Als ich dann auf einer langen Geraden bergab gerade in den Tritt gekommen bin, habe ich gehört wie die Luft aus meinem Hinterrad zischte." Enttäuscht schob er sein Rad zurück Richtung Wechselzone: "Das war mein erstes Rennen in diesem Jahr. Irgendwie soll es heuer bei mir wohl einfach nicht sein", konstatierte Kunzelmann achselzuckend.

Erhardt beim Laufen eine Klasse für sich

Zum Abschluss wartete eine selektive, fast vier Kilometer lange Laufrunde auf die 26 Athleten, die drei mal zu durchlaufen war. An seinem Sieg ließ Julian Erhardt keine Zweifel mehr aufkommen. Ganz im Gegenteil. Er packte noch einmal über 60 Sekunden zwischen sich und Marc Eggeling und lief am Ende einen ungefährdeten Sieg nach Hause. Dementsprechend glücklich zeigte er sich hinterher: "Ich bin extra zwei Tage vorher angereist und habe mir die Strecken gestern genau angeschaut. Toll, dass es dieses Jahr überhaupt noch ein Rennen gab. Daumen hoch dafür!"

Neef sichert Platz 3

Marc Eggeling lief nach 1:56:58 als Zweiter ins Ziel, gut zwei Minuten vor Sebastian Neef, der auf der vorletzten Runde seinen Verfolger Michael Ager distanzieren konnte und knapp 30 Sekunden zwischen sich und Ager gelegt hatte. "Glückwunsch an die beiden, die haben es echt verdient. Bei mir war die Vorbereitung nach dem abgebrochenen Rennen in Davos vor einer Woche nicht ideal. Das muss ich heute dann eben so akzeptieren", zeigte sich Neef nach dem Rennen zerknirscht.

Großer Jubel brandete dann nach 3:34:22 auf, als mit Henry Förster der letzte und gleichzeitig älteste Athlet das Ziel erreichte und den Applaus aller Helfer, die sich im Zielbereich versammelt hatten, sichtlich genoss.

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