Männergrippe

Mythos oder Tatsache?

Tempobox, Brille, Tasse

ACHTUNG - KLISCHEE ALARM!

Das Klischee der Männergrippe, auch bekannt unter Männerschnupfen, hält sich hartnäckig. Doch was steckt eigentlich dahinter und sind unsere männlichen Geschöpfe tatsächlich anfälliger und stärker davon betroffen als Frauen? - Wir haben für euch recherchiert!

Forscher der Universität Innsbruck haben die Unterschiede des Immunsystems zwischen Männern und Frauen untersucht. Zunächst müsst ihr wissen, dass es zwei verschiedene Abwehrsysteme zur Bekämpfung von Bakterien und Viren gibt:

Bild Viren

Zum einen existiert das unspezifische Abwehrsystem, welches die angeborene, allgemeine Immunreaktion umfasst. Dieses ist nicht auf bestimmte Erreger optimiert.

Zum anderen entwickelte unser Körper ein spezifisches Abwehrsystem mit speziellen Abwehrzellen, die sich gezielt gegen Krankheitserreger richten. Die Zellen sind zunächst nur in geringer Menge vorhanden und müssen sich bei einer Infektion erst vermehren, um Bakterien und Viren angreifen zu können.

Genau hier ist der Unterschied zwischen Mann und Frau klar erkennbar. Das weibliche Sexualhormon (Östrogen) regt die Vermehrung der spezifischen Abwehrzellen an, wohingegen sich das männliche Geschlechtshormon Testosteron gegenteilig auswirkt. Demzufolge reagiert das Immunsystem der Frauen aggressiver und schneller gegen Krankheitserreger als das von Männern.

Nicht nur in hormoneller Hinsicht haben die Männer einen kleinen Nachteil. Auch die genetische Erbmasse spielt ihnen nicht gerade in die Karten. Während die Frauen zwei X-Chromosomen besitzen, worauf besonders viele Gene zur Infektabwehr liegen, besitzt der Mann nur ein X-Chromosom.

Über die Ursachen, warum solche Unterschiede zwischen den Geschlechtern bestehen, können Forscher nur vage Aussagen treffen:

 

Ein möglicher Erklärungsansatz wird oftmals auf den Schutzinstinkt einer Mutter zurückgeführt. Soll heißen: Seit jeher ist es der Instinkt und die Aufgabe der Mutter, auf das noch Ungeborene oder Neugeborene zu achten und dieses mit all ihren Kräften zu beschützen. Daher werden oftmals persönliche Probleme und Schmerzen hinten angestellt oder unterdrückt, um das Wohlergehen des Kindes zu gewährleisten.

Doch auch die Natur des Mannes spielt scheinbar eine Rolle. Männer neigen tendenziell dazu, risikoreicher zu leben und sich ungesünder zu ernähren. Somit haben sie also ihr Schicksal zum Teil selbst in der Hand.

Bild Mann erkältet

Also liebe Frauen, nehmt eure Männer künftig ernst, wenn sie mal wieder leidend dem Ende entgegen sehen! In diesem Fall bleibt es wohl umstritten, wer hier das stärkere und schwächere Geschlecht darstellt! ;)

Nein, jetzt im ernst.

Im Prinzip ist es ganz egal, wer nun mehr Abwehrkräfte hat oder im Vorteil ist. Tatsache ist, wer röchelt, hustet und schnieft, fühlt sich nun mal nicht gut. Und hierbei hilft es, einfach umsorgt, gepflegt und verwöhnt zu werden. Leid lässt sich gut durch Fürsorge lindern, wenn nicht sogar verkürzen. Oft helfen da auch schon einfache Mittel wie ein heißer Tee, eine warme Suppe oder eine kuschelige Wärmflasche. Das gilt übrigens für beide Geschlechter!

Hier haben wir noch ein paar allgemeine Tipps für euch, welche Hausmittel ihr gegen eine starke Erkältung einsetzen könnt:

  • Gurgelt Salzwasser oder Tee, denn das soll helfen, vorhandene Entzündungen zu hemmen.
  • Inhaliert Salbei- oder Kamillentee, um die Schleimhäute zu befeuchten.
  • Heiße Wickel regen eure Durchblutung an und lindern den Schmerz.
  • Wie immer, ganz viel Trinken und Bewegung an der frischen Luft!
  • Und was ihr bestimmt schon nicht mehr hören könnt: Ordentlich Händewaschen!

Vorbeugend helfen beispielsweise auch Saunabesuche, denn der Wechsel zwischen warmen und kalten Temperaturen stärkt das Immunsystem und die Abwehrkräfte.

Wer zum Schluss immer noch nicht glauben kann, dass die Männergrippe tatsächlich nicht so weit hergeholt ist, kann hier noch einmal nachlesen.

 

 

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