Familienvater und Sport - wie geht das?

Wolfgang Scholz

von spoosty-Geher und Nordic Walker Wolfgang Scholz

Oft werde ich gefragt, wie sich bei mir Beruf, Familie und Sport vereinbaren lassen. Ja, oft ist das auch nicht einfach. Meistens trainiere ist deswegen abends, wenn meine beiden Kinder Linn (8) und Luis (11) im Bett sind. So lässt sich das Training meistens relativ einfach unterbringen. Wenn allerdings meine Frau auch mal am Abend was vorhat, dann müssen wir schon alles umschmeißen und neu organisieren.

 

Montags nutze ich immer die eineinhalb Stunden, die mein Sohn im Judo-Training bei der Regensburger Turnerschaft ist, um auf der RT-Bahn in Regensburg zu gehen. Dienstags, wenn beide Kinder beim Schwimmen sind, baue ich eben eine Trainingseinheit Schwimmen mit ein.

Aber natürlich habe ich auch oft Diskussionen mit meiner Frau, weil ich fast jeden Abend erst gegen 22 Uhr vom Training heimkomme, schnell dusche und dann oft erschöpft ins Bett falle. Denn schließlich läutet jeden Morgen der Wecker wieder um 5:20Uhr - und die Arbeit ruft.

Wolfgang Scholz, Olympiastützpunkt München

Problemfall Wochenende

An fast jedem Wochenende steht bei mir entweder ein Wettkampf oder eine Benefiz-Sportveranstaltung an. Meistens fährt meine Familie mit. So oft wie möglich starten dann auch meine Kinder bei Rahmen-Wettbewerben oder Kinderläufen. Meine Frau wird immer "eingespannt" als Fotografin, Kinderbetreuerin, Anfeuerin, Zeitdurchgeberin, usw..

Stützpunkttraining

Einmal im Monat fahren wir mit der ganzen Familie zum Geher-Stützpunkt im Münchner Olympiapark. Drei Stunden Intensiv-Geher-Training für meinen Sohn und mich stehen dann auf dem Programm. Meine Frau schaut zu, fotografiert und organisiert die Verpflegung. So verbringen wir als Familie immerhin Zeit miteinander.

Wolfgang Scholz

Meisterschaften

Zwei oder drei mal im Jahr muss meine Familie allerdings ganz auf mich verzichten. Nämlich dann, wenn Meisterschaften in einer Zeit, in der keine Schulferien sind, im Ausland stattfinden. In diesem Jahr fliege ich zum Beispiel vom 14. bis 21. März nach Portugal, weil in Braga die European Master Athletik Chamipionships stattfinden. Wegen der Berufstätigkeit meiner Frau müssen natürlich da auch Oma und Opa eingespannt werden.

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg

Ihr seht: Es ist nicht immer leicht alles unter einen Hut zu bringen. Aber wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Voraussetzung ist allerdings, dass die Familie, wie in meinem Fall, hinter einem steht. Dafür bin ich meiner Frau und meinen Kindern unendlich dankbar.

 

 


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