Ein typischer Tag im Trainingslager

Roman Deisenhofer

von Roman Deisenhofer, Mitglied im spoosty pro.tri.team

Vier Wochen Lanzarote! Was im ersten Moment wie Urlaub klingt ist für mich harte Arbeit. Muss es auch sein. Schließlich sind es jetzt nur noch wenige Wochen bis zum ersten Rennen des Jahres am 29. März in Südafrika. Dieses Trainingslager ist schon das dritte in diesem Winter. Und natürlich ist nicht jeder Tag gleich, aber viele Tage ähneln sich schon. Und so sieht so ein Tag im Trainingslager aus.

Matthias Walk

6:30 Uhr

Als ich die Augen aufmache fallen schon die ersten Sonnenstrahlen durchs Fenster. Ein paar Minuten brauch ich schon bis ich ganz wach werde. Aber spätestens nach meinem ersten Glas Spoosty springt mein Körper an. Das muss er auch, denn gleich die erste Einheit des Tages hat es in sich.
 

7 Uhr

Ich stehe in meinen Laufklamotten am Fuß eines Berges, nur wenige hundert Meter von meinem Hotel entfernt. Nach ein paar Minuten Warm-Up wird es ernst. Intervall-Training auf nüchternen Magen ist kein Spaß. Mein Trainer Nils Goerke jagt mich insgesamt sechsmal den Berg rauf. Jeweils drei Minuten; dazwischen jeweils fünf Minuten locker wieder den Berg runter und sofort - ohne Pause - wieder rauf. Aber noch keine Maximalbelastung. Schön unterhalb der Schwelle. Das bringt den Kreislauf trotzdem ordentlich in Schwung. Und ist brutal effektiv. Solltet ihr auch mal ausprobieren. Ich schwöre auf Bergan-Läufe.

8 Uhr

Zurück im Hotel. Ich glaub ich hab mir mein Frühstück verdient. Auf meinem Tisch steht ein Müsli, ein Marmeladenbrot und ein Smoothie aus frischem Obst. Bis zur nächsten Einheit hab ich jetzt ein paar Minuten Zeit. Wäsche waschen, Zimmer aufräumen und das Rennrad bzw. alles für’s Radtraining herrichten.

11 Uhr

Für die nächsten dreieinhalb Stunden sitze ich jetzt im Sattel. Radfahren auf Fuerteventura ist wirklich super. Die Temperaturen im Februar sind dafür ideal. Meistens so knapp unter 20 Grad. Unterwegs trifft man jede Menge andere Athleten. Triathleten, Rennradfahrer, Mountainbiker. Ganz ehrlich: Das Radfahren ist das Schönste am Trainingslager. Auch wenn es ganz schön anstrengend ist, liebe ich die Abwechslung.

15 Uhr

Nachdem ich zurück im Hotel bin mache ich erst mal mein Rad sauber. Danach gibt’s wieder eine Kleinigkeit zum Essen. Meistens schlafe ich jetzt auch ein wenig. Aber maximal eine halbe Stunde. So ein Power-Nap ist echt genial. Man fühlt sich danach total erholt und frisch. Den Rest der Zeit verbringe ich mit lesen oder telefonieren.

17 Uhr

Ab ins Wasser. 90 Minuten Schwimmtraining. Mit oder ohne Pedals. Lange Einheiten. Kurze Sprints. Mit oder ohne Schnorchel. Je abwechslungsreicher das Schwimmtraining, desto besser. Zum Ende hin wird’s echt hart. Hilft aber nichts. Schließlich habe ich einen großen Traum. Und für den werde ich alles geben. Ich will nach Kona!  Ich will mich mit den besten der Welt messen.

20 Uhr

Nachdem ich mich ausgiebig gedehnt und geduscht habe bespreche ich mit Nils nochmal den Trainingstag. Und dann gibt’s endlich Abendessen. Zum Abschluss noch ein Gläschen Spoosty und morgen Früh geht das ganze von vorn los.

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